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     NEWS  
 
Big Mama, Sizzla
Ein Wochenende mit Big Mama in Kingston
“Als ich den Sound gegründet habe, da war es mein größter Wunsch, einmal Sizzla zu treffen, um ihm zu sagen, wie toll ich seine Musik finde und dass ich ein Dub Plate aufnehmen will”, erzählt mir eine sichtlich zufriedene Cuttia Ranks, Gründerin des Mannheimer Big Mama Sound. Ihr Wunsch ist in Erfüllung gegangen, mittlerweile haben Cuttia, Nimesha und Lynn Luger Sizzla-Dubs im zweistelligen Bereich. Regelmäßig fährt Soundchefin Cuttia nach Jamaika, um Dubs fuer sich und andere Sounds aufzunehmen, und auch um ihre Freunde in der Kingstoner Reggae-Szene zu besuchen. Adrian Nowak hat sich ein Wochenende lang Cuttia angeschlossen. mehr
 
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     features    reviews  
  Duane Stephenson-
Eins nach dem anderen
PROJECT GROUNDATION MASSIVE-
STRAIGHT FROM DA EAST VOL 19
 
   
     features    reviews  
  Die G-Funkisierung von Dancehall-
Stage Show No Carry No Autotune
Sizzla-
Better Way Out
 
   
   
 
 
   
     Editorial RIDDIM 03/13  
 
Die Freiheit nehm’ ich mir
Wenn man sich so umhört in Reggaehausen, bekommt man den Eindruck, dass sich ein wachsendes Bedürfnis nach gesellschaftlicher Veränderung breitmacht. Klar, Reggae ist schon oft mit einer revolutionären Haltung assoziiert worden, doch lag dem zuweilen ein Missverständnis zugrunde, das bis in die 70er Jahre zurückgeht, als jamaikanische Roots-Artists den Status Quo infrage stellten. Das kann man zwar auch über Künstler der folgenden Jahrzehnte sagen, doch ist vor allem Dancehall in zahlreichen Fragen so konservativ, dass viele Veröffentlichungen nicht einlösen können, was sich ihre Urheber auf die Fahne geschrieben haben. Schwer zu sagen, ob es an der krisengeschüttelten Zeit liegt oder ob es nach dem Gesetz der zyklischen Wiederkehr einfach mal wieder fällig war, dass das Pendel umschlägt, jedenfalls geht es aktuell auffällig vielen Artists um Wandel. Genug Anlass dazu gibt es allemal! Und wenn stimmt, was Patrice im Interview sagt, dass es nämlich in den letzten 50 Jahren vor allem Musiker und Künstler waren, die die Welt verändert haben – und wenn man davon ausgeht, dass es vor allem um langfristige Bewusstseinsveränderung geht, könnte er durchaus recht haben –, dann besteht berechtigte Hoffnung auf Besserung. Besonders unsere drei Titelkandidaten haben bei aller Verschiedenheit auf ihren jeweiligen Alben nach einem künstlerischen Ausdruck gesucht, der dem eigenen Wunsch nach Veränderung gerecht wird. Denn mit alten Sprüchen lässt sich kaum ein neues Bewusstsein schaffen. Deswegen – und das ist die Klammer, die so unterschiedliche Artists wie Patrice, Ronny Trettmann und Gentleman zusammenhält – dreht sich in den Artikeln über sie viel um die künstlerische Freiheit, sich den Erwartungen anderer zu entziehen und Neuland zu betreten. Patrice, der sich noch nie darum geschert hat, was andere von ihm hören wollten, feiert eine Auferstehung als Reggae-Artist, weil seine „Message so am authentischsten klingt“. Gentleman verkündet mit „New Day Dawn“ zwar keinen grundsätzlichen Neubeginn, hat aber einigen Ballast über Bord geworfen und zum ersten Mal ein Album ganz nach seinen eigenen Vorstellungen selbst produziert. Und Ronny Trettmann, der schon früh entschieden hat, selbstbestimmtes Arbeiten über kommerziellen Erfolg zu stellen, verabschiedet sich auf „Tanz auf dem Vulkan“ bei allem Sprachwitz vom Frohsinn vergangener Releases und vertont eine Endzeitstimmung, die schon eine amtliche Party zur Depressionsverhinderung zum revolutionären Akt macht. Nachdem Etanas konkrete Graswurzelarbeit in ihrer Community wegen äußerer Zwänge gescheitert war, musste sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Musik verändern, die nun zwar positiver als zuvor, deswegen aber alles andere als affirmativ ist. Snoop Lion ging es bei seiner Wandlung zwar mehr um sich selbst als um das große Ganze, doch sollte das kein Grund sein, ihm seine künstlerische Freiheit oder seine Ernsthaftigkeit bei seinem Bekenntnis zu Rastafari abzusprechen. Der nigerianische Afrobeat-Erfinder Fela Kuti, dessen Alben in diesem Jahr wiederveröffentlicht werden, war ohnehin ein wandelndes Beispiel für einen revolutionären künstlerischen Ausdruck, der sich nicht auf seine Musik beschränkte, sondern sein ganzes Leben bestimmte. Nicht ganz so radikal, aber kaum minder an einem Bewusstseinswandel interessiert sind auch die in dieser Ausgabe erwähnten Vertreter des derzeitigen Roots Revivals in Jamaika, Hempress Sativa, Exile di Brave und all die in der Reggae Month-Rückschau genannten Artists. Wenn das Bedürfnis nach Veränderung bei der Hörerschaft genauso ausgeprägt ist wie bei den Machern, könnte Patrice’ Diagnose, dass Reggae derzeit nicht so hoch in der Publikumsgunst steht, bald hinfällig sein.
Singing these songs of freedom, die Redaktion Bild dir deine Meinung, die Redaktion mehr
 
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14.06.2013
Symbiz Sound
13.04.2013 - 15.06.2013
Gentleman
19.05.2013 - 08.08.2013
 
     

zur Aboseite
RIDDIM 03/13

Diesmal mit:
- Drei Seiten einer Medaille - Patrice, Ronny Trettmann, Gentleman

- Snoop Lion - neu dabei
- Etana - anders dabei
- Fela Kuti - auf ewig dabei
- Morgan Heritage - wieder dabei
- Special: Help Jamaica

Ab 18.04.2013 im Handel.